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Archiv der Kategorie: Allgemein

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Geschichte: 1957: Bundesverfassungsgericht bestätigt Rechtmäßigkeit des Paragrafen 175

Am 10. Mai 1957 urteilte der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts, dass der Paragraf 175 rechtmäßig sei, da er nicht nationalsozialistisch geprägt sei.

Die Strafrechtsreform im Jahr 1969 schwächte den Paragrafen ab, der erst 1994 komplett gestrichen wurde.

Urteil des Ersten Senats vom 10. Mai 1957

siehe auch: Eintrag zum 10. März

[ 10. Mai 2015; 10. Mai 2016; 10. Mai 2017; ]

Am 10. Mai 1957 urteilte der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts, dass der Paragraf 175 rechtmäßig sei, da er nicht nationalsozialistisch geprägt sei.

Die Strafrechtsreform im Jahr 1969 schwächte den Paragrafen ab, der erst 1994 komplett gestrichen wurde.
Urteil des Ersten Senats vom 10. Mai 1957
siehe auch: Eintrag zum 10. März

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Neue Formen des Homo-Hasses

Waldschlösschen-Seminar zu aktuellen Berichterstattungstrends

Das Tagungszentrum Waldschlösschen bei Göttingen

Das Tagungszentrum Waldschlösschen bei Göttingen; Foto: Waldschlösschen

Bereits zum vierten Mal fand vom 4. bis 6. April 2014 in der Akademie Waldschlösschen bei Göttingen die “Jahrestagung lesbischer und schwuler Journalist_innen, Medienleute und Blogger_innen” statt. Die Moderation und inhaltliche Ausgestaltung hatte Ulli Klaum, pädagogischer Leiter der Akademie Waldschlösschen. Unterstützt wurde er von Konstanze Gerhard und Elmar Kraushaar.
Auch dieses Mal fanden an die 25 Teilnehmer_innen den Weg ins Waldschlösschen, um über die Berichterstattung des vergangenen Jahres anlässlich der beiden Coming-outs von Thomas Hitzlsperger und Barbara Hendricks zu diskutieren. Ausführlich wurde auch über die neuen Formen von Homofeindlichkeit – und wie man diesen begegnen kann – gesprochen. Johannes Kram bilanzierte in diesem Zusammenhang den von ihm mitinitiierten Waldschlösschen-Appell des vergangenen Jahres.
Ein weiterer Schwerpunkt war der von Bloggerin Nele Tabler (karnele.de) lange, zunächst vergebliche, Kampf, die Petition gegen den Bildungsplan “Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens” in den klassischen Medien ins Bewusstsein zu rufen. Nachdem dies nicht gelungen war, hat sie einfach so lange gebloggt, telefoniert und Briefe geschrieben, bis die Petition, die sich besonders durch ihre menschenverachtenden Kommentare hervortat (“Hängt die Schwulen am Kran auf”), doch noch ihren Weg in die Mainstream-Medien fand.
Mit einem Bericht über die Situation von LSBT in Russland rüttelte Wanja Kilber (quarteera.de) die Teilnehmenden am Samstagmorgen wach. Nicht nur die russische Geschichte schilderte Wanja eindrücklich, er erzählte auch besonders interessant, in welchen Nischen, meist im Internet, eine freie Meinungsäußerung noch immer möglich ist.
Am Abend berichtete Josch Hoenes von der häufig schwierigen Darstellung von Trans* in den Medien. Nicht nur die Rollenfindung als Trans*Person sei schwierig, noch schwieriger sei es, über diesen sich nahezu täglich ändernden Prozess zu schreiben. Er gab uns den Tipp, fragt, informiert euch im Internet, es gäbe mittlerweile genug Anlaufstellen, die Auskunft zu Trans*Themen geben können.
Über die immer wieder unterschiedliche Wahrnehmung von Lesben und Schwulen arbeiteten die Teilnehmer_innen beispielsweise anlässlich der Kampagne “Mundpropaganda” des Hetero-Herren-Magazins “GQ”. Erhellend war dazu auch der Vortrag von Elke Amberg, die vor einiger Zeit das Buch “Schön! Stark! Frei! Wie Lesben in der Presse (nicht) dargestellt werden” mit Unterstützung des BLSJ veröffentlicht hatte.
Am Rande der Tagung ging es auch um den BLSJ, denn viele BLSJ-Gründungsmitglieder waren ins Waldschlösschen gekommen. Diskutiert wurde dabei auch der Felix-Rexhausen-Preis, insbesondere in Hinsicht auf dessen Bekanntheitsgrad.

Martin Munz

Waldschlösschen-Seminar zu aktuellen Berichterstattungstrends
Das Tagungszentrum Waldschlösschen bei Göttingen; Foto: Waldschlösschen
Bereits zum vierten Mal fand vom 4. bis 6. April 2014 in der Akademie Waldschlösschen bei Göttingen die “Jahrestagung lesbischer und schwuler Journalist_innen, Medienleute und Blogger_innen” statt. Die Moderation und inhaltliche Ausgestaltung hatte Ulli Klaum, pädagogischer Leiter der Akademie Waldschlösschen. Unterstützt wurde er von Konstanze Gerhard [...]

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CSD-Demo

Motto: “Mehrheit für Vielfalt – Du hast die Wahl!”

11.00 Uhr

Teilnahme an der Demonstration zum CSD

Treffpunkt: Eingang Deutsches Schauspielhaus, Kirchenallee 39
U- und S-Bahn: Hauptbahnhof

[ 3. August 2013; 11:00 bis 13:00. ] Motto: “Mehrheit für Vielfalt – Du hast die Wahl!”
11.00 Uhr

Teilnahme an der Demonstration zum CSD

Treffpunkt: Eingang Deutsches Schauspielhaus, Kirchenallee 39
U- und S-Bahn: Hauptbahnhof

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Get together

Speis und Trank

20.30 Uhr

Restaurant Pizzeria Prego, Lilienstraße 36

U-Bahn: Mönckebergstraße

[ 2. August 2013; 20:30 bis 22:30. ] Speis und Trank
20.30 Uhr

Restaurant Pizzeria Prego, Lilienstraße 36

U-Bahn: Mönckebergstraße

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Podiumsdiskussion

Homosexuelle Promis, schweigende Medien.

Dürfen Journalisten Politiker outen?

BLSJ-Podiumsdiskussion bei der Jahreskonferenz des Vereins Netzwerk Recherche

Das hatte es in den deutschen Medien schon lange nicht mehr gegeben: Die taz outete im vergangenen Sommer Bundesumweltminister Altmaier als schwul. Viele Kollegen wussten nicht so recht, wie sie darauf reagieren sollten. taz-Chefredakteurin Ines Pohl ließ eine Kolumne von Jan Feddersen, in der dieser auf die mögliche sexuelle Orientierung Altmaiers anspielte, im Internet auf taz.de mit Hinweis auf die Privatsphäre Altmaiers löschen. Gut 20 Jahre nach den spektakulären Outings auf dem “Heißen Stuhl” von RTL fragten sich viele: Darf man das? Wie relevant ist die sexuelle Orientierung eines Politikers? Wie politisch ist das Private heute noch? Hatte Peter Altmaier nicht selbst schon mehrfach seine Wohnzimmertür für Reporter geöffnet und Homestorys zugelassen? Und gibt es einen Unterschied in der Behandlung des Privatlebens zwischen Hetero- und Homosexuellen?

Der BLSJ hat bei der Jahreskonferenz des Vereins Netzwerk Recherche im Juni 2013 in Hamburg eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema veranstaltet. TeilnehmerInnen:

  • Jan Feddersen, taz-Redakteur
  • Gudrun Fertig, Verlegerin „Siegessäule“, „L-Mag“, „Du&ich“
  • Stefan Niggemeier, Medienjournalist
  • Ines Pohl, Chefredakteurin taz
  • Lutz Tillmanns, Geschäftsführer Deutscher Presserat

Martin Munz, BLSJ-Vorstandsmitglied: „Wir freuen uns, dass wir dieses Podium so prominent besetzen konnten und hoffen, dass auch viele Heteros zuhören werden. Wir sind gespannt, wie beispielsweise der Deutsche Presserat seine Kritik an der taz-Berichterstattung begründet.“

Ein Rückblick auf die Veranstaltung

von Wolfgang Krömer, freier Journalist

Stefan Niggemeier, Gudrun Fertig, Jan Feddersen, Martin Munz, Ines Pohl und Lutz Tillmanns im Gespräch (v.l.n.r.)

Stefan Niggemeier, Gudrun Fertig, Jan Feddersen, Martin Munz, Ines Pohl und Lutz Tillmanns im Gespräch (v.l.n.r.)

Jan Feddersen argumentierte, dass er Altmaier nicht geoutet habe, er habe lediglich auf dessen “verschwurbelten” Satz in einer Homestory der „Bild am Sonntag“ mit Fragen reagiert. Dass Altmaier ein Konservativer und Single sei, müsse “scheinbar in der Bild-Zeitung erläutert und entschuldigt werden”, sagte Jan Feddersen. Sein Anliegen sei es, diesen Diskurs präzise zu beschreiben.

Ines Pohl forderte ein, Grundregeln zu beachten. Die sexuelle Orientierung müsse Privatsache bleiben, außerdem gebe es keine definitiven Beweise, dass Altmaier schwul sei. Was ihr aber vollends widerstrebe sei das Vorgehen der „Bild am Sonntag“: Mit einer „taz“-Kolumne des Autoren Elmar Kraushaar, in der Altmaier geoutet wurde, in der Hand seien die Redakteure bei Altmaier erschienen und hätten erpresserisch gefragt, ob das stimme – ob er schwul sei. Damit wolle sie nichts zu tun haben, deswegen die öffentliche Entschuldigung.

Lutz Tillmanns vom Deutschen Presserat betonte, dass der Umstand, dass der Presserat in der Feddersen-Kolumne einen Verstoß gegen des Pressekodex sah, zwar viel Beachtung gefunden habe, dass er andererseits beim Presserat selbst nur eine untergeordnete Rolle gespielt habe. Deswegen habe es auch keine Rüge gegeben. Zwar habe Jan Feddersen an der Stelle weitergedreht, die im „BamS“-Artikel angelegt war. Trotzdem habe er damit die Persönlichkeitsrechte von Altmaier verletzt.

Stefan Niggemeier kritisierte diese Einschätzung, denn dann bleibe Schwulsein in der Tabuzone, hätten Homosexuelle keine Chance, eine Selbstverständlichkeit zu erreichen.

Gudrun Fertig sieht in der Entscheidung des Presserats gar eine Diskriminierung von Lesben und Schwulen, denn über Schwul- und Lesbischsein müsse geredet werden dürfen. Deswegen hat „L-Mag“ keine Sportlerinnen-Interviews zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft gemacht, weil sie keine Pseudo-Interviews über Hobbys wie Lesen oder Reiten führen wollte. Fakt sei: 80 Prozent der Frauenfußballerinen seien lesbisch. Das müsse journalistisch aufbereitet werden. Der DFB habe zu jener Zeit das genaue Gegenteil erreichen wollen, nämlich alles Lesbische zu verstecken. So etwas könne L-Mag aber nicht ihren Leserinnen anbieten.

Die Diskussion war bis zum Ende engagiert und mit Herzblut vorgetragen, und es waren so viele  Zuschauer gekommen, dass viele auf dem Fußboden Platz nehmen mussten. Und alle sind bis zum Ende geblieben. Moderator dieser Runde war BLSJ-Vorstandsmitglied Martin Munz. Bundesumweltminister Peter Altmaier ist auch eingeladen worden, hatte aber abgesagt.

Ein Bericht von Queer.de über die Veranstaltung

Materialien zum Thema

 Outings in der taz

 Berichterstattung über Peter Altmaier

 Reaktionen auf Rückzug der Kolumne

 

Jan Feddersen

Jan Feddersen; Foto: privat

Jan Feddersen; Foto: privat

Jahrgang 1957 und aufgewachsen in Hamburg, lebt in Berlin. Nach dem Studium an der Hamburger Hochschule für Wirtschaft und Politik volontierte er bei der taz und war Redakteur der „Zeit“ in Hamburg. Freie Mitarbeit für „Spiegel“, Stern“, die „Siegessäule“, „Männer“ und den „Merkur – Zeitschrift für europäisches Denken“. Freie Mitarbeit für den NDR, bloggt bei diesem für Eurovision.de. Seit 2009 bei der taz Redakteur für besondere Aufgaben sowie Kurator des taz.lab. Mehrere Bücher und Beiträge, vor allem zu vergangenheitspolitischen und poptheoretischen Fragen.

Lutz Tillmanns

Lutz Tillmanns; Foto: privat

Lutz Tillmanns; Foto: privat

Jahrgang 1956, Rechtsanwalt und seit 1992 Geschäftsführer des Deutschen Presserats, der Freiwilligen Selbstkontrolle der Printmedien. Seit Juli 2009 in
Berlin. Studium der Rechtswissenschaften, Neueren Geschichte und Musikwissenschaft in Köln, Lausanne und Bonn. Juristisches Referendariat in Braunschweig, Speyer, Düsseldorf und Köln mit besonderer Ausrichtung im Öffentlichen Recht und Medienrecht. Wissenschaftliche Tätigkeit beim Westdeutschen Rundfunk und Assistent an der Universität Bonn, Juristische Fakultät. Von 1987 bis 1991 Justiziar beim Auslandsrundfunk Deutsche Welle in Köln. Von 2003 bis 2007 Lehrbeauftragter für Presserecht und Presseethik an der Universität Mainz, Mainzer Medieninstitut. Diverse Veröffentlichungen zu den Themen Rundfunk- und Presserecht, Medienethik und Journalismus.

Stefan Niggemeier

Stefan Niggemeier, Medienjournalist

Stefan Niggemeier, Medienjournalist; Foto: privat

Jahrgang 1969, Absolvent Deutsche Journalistenschule München, Stationen: SZ, werben & verkaufen, Kress Report, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, BILDblog, Der Spiegel, ab Juni: “Tagesschaum” mit Friedrich Küppersbusch (WDR). Ein ausführlicher Lebenslauf findet sich hier.

Ines Pohl

Ines Pohl Chefredakteurin "tageszeitung"; Copyright: taz; Foto: Anja Weber

Ines Pohl Chefredakteurin “tageszeitung”; Copyright: taz; Foto: Anja Weber

Jahrgang 1967, studierte Germanistik und Skandinavistik in Göttingen und begann in den 1990er Jahren für Zeitungen und Hörfunksender als freie Journalistin zu arbeiten. Sie volontierte bei der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen und war dort zuletzt Ressortleiterin Politik, anschließend Korrespondentin in Berlin. 2009 wurde sie Chefredakteurin der taz.

Gudrun Fertig

Gudrun Fertig, Verlegerin „Siegessäule“, „L-Mag“, „Du&ich“; Foto & Copyright: Guido Woller

Gudrun Fertig, Verlegerin „Siegessäule“, „L-Mag“, „Du&ich“; Foto & Copyright: Guido Woller

Diplom-Volkswirtin, Journalistin, ehemals Redakteurin Siegessäule und später L-MAG, seit Mai 2012 Verlegerin.

 

 

[ 14. Juni 2013; ] Homosexuelle Promis, schweigende Medien.
Dürfen Journalisten Politiker outen?
BLSJ-Podiumsdiskussion bei der Jahreskonferenz des Vereins Netzwerk Recherche

Das hatte es in den deutschen Medien schon lange nicht mehr gegeben: Die taz outete im vergangenen Sommer Bundesumweltminister Altmaier als schwul. Viele Kollegen wussten nicht so recht, wie sie darauf reagieren sollten. taz-Chefredakteurin Ines Pohl ließ eine Kolumne von Jan [...]

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Branchentreffen auf Einladung des Waldschlösschens und des BLSJ

Die Akademie Waldschlösschen und der BLSJ hatten geladen und KollegInnen aus der ganzen Republik waren gekommen: Anfang März trafen sich knapp 30 JournalistInnen zu einer Art Branchentreffen an Deutschlands wohl bekanntestem Tagungsort für Lesben und Schwule.

Prominente TeilnehmerInnen

Das Tagungszentrum Waldschlösschen bei Göttingen

Das Tagungszentrum Waldschlösschen bei Göttingen; Foto: Waldschlösschen

Die Teilnehmerliste liest sich wie ein “Who is Who” des lesbisch-schwulen Journalismus: Norbert Blech (Chefredakteur queer.de), Christian Scheuß (queer.de), Sabine Arnolds und Daniela Zysk (Chefredakteurinnen des Portals “Phenomenelle.de”), Paul Schulz (aktueller Chefredakteur “Männer”), Stephanie Kuhnen (L-Mag), Christian Beese (ehem. Verleger “Rik”, Chefredakteur inqueery.de), Stefan Mielchen (ehem. Chefredakteur “Hinnerk”), Konny Gerhard (lesben.org) und einige mehr. Außerdem “Szene-Edelfedern” wie Philip Eicker, Malte Göbel und Axel Schock und die Referenten Elmar Kraushaar (u.a. taz), Nicole Koenecke (BLSJ-Vorstand, ARD-aktuell) und Martin Munz (BLSJ-Vorstand, NDR).

Aktuelle Berichterstattung birgt auch Risiken

Es wurde viel diskutiert in diesen Tagen. Beispielsweise darüber, welch angepasstes Bild von “verheirateten” und nach Kindern strebenden Lesben und Schwulen in der derzeitigen Gleichstellungsdebatte vermittelt wird. Wie unreflektiert sogenannte Gegner der rechtlichen Gleichstellung in den Medien Gehör finden, ihre zum Teil menschenverachtende Aussagen nicht angemessen eingeordnet werden. Und darüber, wie schwierig es noch immer ist, in Redaktionen der Mainstream-Medien Themen mit Homosexuellen durchzusetzen (nach dem Motto: “Jetzt reicht’s aber langsam – was wollt ihr denn noch?”).

Ines Pohl, Chefredakteurin "tageszeitung"; Foto: Anja Weber/taz

Ines Pohl, Chefredakteurin “tageszeitung”; Foto: Anja Weber/taz

In einer Podiumsdiskussion erläuterte Ines Pohl, Chefredakteurin der taz, warum für sie das Privatleben von Prominenten ein absolutes Tabu sei und sie deshalb eine Kolumne von Jan Feddersen über die sexuelle Orientierung Peter Altmaiers aus dem Netz hat nehmen lassen (“Ich hätte damals auch nicht über Seehofers Affäre berichtet”). Und nicht zuletzt wurden in einer nachdenklich-konstruktiven Runde aus Anlass der fünf Thesen des BLSJ zur Situation der lesbisch-schwulen Presse die Zukunftschancen des Printmarktes analysiert.

Neuauflage des BLSJ-Faltblattes “Schöner Schreiben …”

Bald werden die Ergebnisse des Wochenendes auch konkret in Händen zu halten sein: Im Waldschlösschen hat eine Workshop-Gruppe die Neuauflage des Faltblattes “Schöner Schreiben über Lesben und Schwule” angestoßen, die wir gemeinsam mit dem Waldschlösschen rechtzeitig zur CSD-Saison veröffentlichen wollen. Übrigens: Für das kommende Frühjahr, voraussichtlich im April 2014, wird es wohl ein weiteres Waldschlösschen-Seminar geben.

Martin Munz

Seminar-Ankündigung

Die Akademie Waldschlösschen und der BLSJ hatten geladen und KollegInnen aus der ganzen Republik waren gekommen: Anfang März trafen sich knapp 30 JournalistInnen zu einer Art Branchentreffen an Deutschlands wohl bekanntestem Tagungsort für Lesben und Schwule.

Prominente TeilnehmerInnen
Das Tagungszentrum Waldschlösschen bei Göttingen; Foto: Waldschlösschen
Die Teilnehmerliste liest sich wie ein “Who is Who” des lesbisch-schwulen Journalismus: Norbert [...]

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Preisverleihung

Verleihung des Felix-Rexhausen-Preises 2012

Samstag, 14. Juli 2012, 18.45 Uhr:

Preisverleihung: CSD-Hauptbühne auf dem Marienplatz; Moderation: Peter Illmann

danach:
Empfang der Preisträger, Nominierten, Gäste und BLSJ-Mitglieder
im VIP-Bereich (Einlass nur für angemeldete Gäste)

[ 14. Juli 2012; 18:45 bis 20:30. ] Verleihung des Felix-Rexhausen-Preises 2012
Samstag, 14. Juli 2012, 18.45 Uhr:

Preisverleihung: CSD-Hauptbühne auf dem Marienplatz; Moderation: Peter Illmann

danach:
Empfang der Preisträger, Nominierten, Gäste und BLSJ-Mitglieder
im VIP-Bereich (Einlass nur für angemeldete Gäste)

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Stammtisch im Ruhrgebiet

Wir planen für 2017 wieder regelmäßige Stammtische im Ruhrgebiet:

Stammtisch im Unperfekthaus, Friedrich-Ebert-Straße 18, 45127 Essen
(U Berliner Platz)

Bei Interesse an einem regelmäßigen Stammtisch: Bitte kurze Mail an uns. Danke!
Infos und Kontakt: ruhrgebiet@blsj.de

[ 14. August 2012; 20:00 bis 22:00. ] Wir planen für 2017 wieder regelmäßige Stammtische im Ruhrgebiet:

Stammtisch im Unperfekthaus, Friedrich-Ebert-Straße 18, 45127 Essen
(U Berliner Platz)

Bei Interesse an einem regelmäßigen Stammtisch: Bitte kurze Mail an uns. Danke!
Infos und Kontakt: ruhrgebiet@blsj.de

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Stammtisch in Köln

Für JournalistInnen aus Köln und dem Rheinland gibt es regelmäßige Treffen.

Nächstes Treffen:
21. Dezember 2017

 

Ort: “Kattwinkel”, Greesbergstraße 2, 50668 Köln
Zeit: 19.30 Uhr
S-Bahn: Hansaring oder Hauptbahnhof
U-Bahn: Ebertplatz
Fragen, Kommentare, Anregungen an: koeln@blsj.de


Vergangenes Treffen: Medienpolitischer CSD-Stammtisch für Journalist_innen am Donnerstag, 29. Juni 2017

Zeiten ändern sich. Aber hat sich auch die Berichterstattung über Lesben, Schwule und Bisexuelle sowie Trans* und Inter-Menschen geändert? Und wenn ja: wie? Kann die Mainstream-Presse gar queere Medien ersetzen? Gibt es Unterschiede bei Text, Bildauswahl und Überschriften? Und wo stecken die “Fettnäpfchen” für Hetero-JournalistInnen?
“Homosexuelle und Lesben”, “Anne ist eine bekennende Homosexuelle”: Solche Formulierungen finden sich heute noch. Auch das “Homosexuellen-Milieu” taucht von Zeit zu Zeit auf; insbesondere als Folge unreflektierter Polizeiberichte.
Die Kölner Regionalgruppe freut sich, dass zu diesem Stammtisch der gesamte Vorstand des Bundes Lesbischer und Schwuler JournalistInnen anwesend sein wird.

[ 7. Juli 2016; 19:00 bis 22:00. 29. Juni 2017; 19:30 bis 22:00. 21. Dezember 2017; 19:30 bis 21:30. ] Für JournalistInnen aus Köln und dem Rheinland gibt es regelmäßige Treffen.

Nächstes Treffen:
21. Dezember 2017
 
Ort: “Kattwinkel”, Greesbergstraße 2, 50668 Köln
Zeit: 19.30 Uhr
S-Bahn: Hansaring oder Hauptbahnhof
U-Bahn: Ebertplatz
Fragen, Kommentare, Anregungen an: koeln@blsj.de

Vergangenes Treffen: Medienpolitischer CSD-Stammtisch für Journalist_innen am Donnerstag, 29. Juni 2017

Zeiten ändern sich. Aber hat sich auch die Berichterstattung über Lesben, Schwule und Bisexuelle sowie Trans* und [...]

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