Vorstand

Martin Rosenberg (1962-2010)

Ehrenvorsitzender
im Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen e.V.

 

BLSJ trauert um Ehrenvorsitzenden

Portrait von Martin Rosenberg

Martin Rosenberg (1962-2010)

Der Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen trauert um seinen Ehrenvorsitzenden Martin Rosenberg. Er starb am vergangenen Montag nach schwerer Krankheit im Alter von 47 Jahren in Köln.
Martin Rosenberg war Gründungsmitglied des BLSJ und seit 2003 auch im Vorstand. Wir verdanken ihm, seiner Lebenfreude, seiner Kreativität und seinem Einsatz sehr, sehr viel und werden ihn schmerzlich vermissen.
Martin Rosenberg studierte Journalistik an der Universität Dortmund und war seit bald zwei Jahrzehnten als Fernsehautor mit dem Schwerpunkt Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalismus vor allen Dingen für den WDR tätig.
Am 17. Juli 2010 wählte ihn die Mitgliederversammlung einstimmig zum Ehrenvorsitzenden. Wir freuen uns, dass er dies noch selbst erleben konnte.

Köln, Hamburg, Frankfurt am 19. Oktober 2010

Der Vorstand
Axel Bach, Martin Munz, Dennis Pfeiffer-Goldmann, Rick Blummer 
 
 

Zum Tod von Martin Rosenberg erreichten uns einige E-Mails, die wir hier gerne veröffentlichen.


Liebe Freunde, Freundinnen und Bekannte von Martin,

ich hatte in meiner Zeit als BLSJ-Vorstandsmitglied mehr Kontakt zu ihm als in den letzten Jahren. Die Nachricht von seinem Tod hat mich deswegen völlig überrascht. Ich erinnere mich gern an ihn: Freundlich, humorvoll, ironisch, zurückhaltend, verlässlich und umgänglich – so habe ich ihn in der Zusammenarbeit erlebt. Immer, wenn Menschen, die jünger als man selbst ist, plötzlich nicht mehr da sind, wird einem auch die Endlichkeit des eigenen Lebens schmerzlich bewusst.

Ich bin in meinen Gedanken in diesen Tagen oft bei Martin.

Allen, die ihm nahe standen, möchte ich mein herzliches Beleid aussprechen.

Walter Liedtke 

 

Es war immer schön mit Martin angeregt zu plaudern, Großes zu planen oder auf die Piste zu gehen.
Ich werde ihn vermissen.

Arnd Riekmann 


In Gedenken an einen liebenswerten, charmanten Provokateur. Seine spitze Zunge war gefürchtet, und manchmal war zu Beginn eines Satzes noch nicht ganz klar, ob auch am Ende des Satzes der Anstand noch bewahrt bleiben würde. Falls mal nicht, konnte er mit seiner Liebenswürdigkeit es auf anderem Wege wieder gut machen. Das war Zeichen seiner Ehrlichkeit. Einfach eine gute Seele.

Mach’s gut.

Martin Munz    


Scharfsinnig, humorvoll, pointiert, engagiert. Das war Martin.

Ich traf ihn noch zuweilen in der WDR-Kantine. Aber zuletzt habe ich ihn länger nicht mehr gesehen. Nichtsahnend. Diese Nachricht macht mich traurig.

Martin, ich werde dich in guter Erinnerung behalten und gerne an dich denken! Du hättest noch lange gut getan.

Frank Gerhardt


Die Jury des Felix-Rexhausen-Preises trauert um Martin Rosenberg.

Martin hat sich mit seinem langjährigen Engagement in herausragender Weise um den Journalistenpreis des Bundes Lesbischer und Schwuler JournalistInnen verdient gemacht. Er hat – zusammen mit Axel Bach – seit zehn Jahren die gesamte Organisation des Preises getragen, mit dem der BLSJ seit 1998 vorbildliche Berichterstattung über Lesben und Schwule auszeichnet.

In dieser Zeit hat Martin einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung des Rexhausen-Preises geleistet. Er war maßgeblich daran beteiligt, einen Namenspatron zu finden. Die Wahl fiel auf Felix Rexhausen. Rexhausen war noch zu Zeiten des alten Paragrafen 175 ein selbstbewusster Journalist, der die Lebensumstände schwuler Männer eindringlich, aber auch ironisch und selbstkritisch thematisierte – ganz im Sinne von Martin.

Martin hat durch sein langjähriges und unermüdliches ehrenamtliches Engagement den Felix-Rexhausen-Preis erst zu dem gemacht, was er heute ist. Ein kleiner aber beständiger und von den Preisträgerinnen und Preisträgern geschätzter Preis.

Nie hat Martin großes Aufheben um sein Engagement gemacht und sich auch mit dem, was er beruflich gemacht hat, nie nach vorne gespielt. Die Jury wird Martin immer als klugen Kopf und liebenswürdigen Kollegen in Erinnerung behalten.

Wir werden Martin sehr vermissen.

Die Jury des Felix-Rexhausen-Preises
Pascal Beucker, Dr. Jürgen Bräunlein, Prof. Dr. Carmen Kaminsky, Arnd Riekmann, Frank Stocker, Susanne Wankell, Prof. Dr. Petra Werner, Dorothee Winden 

 

Links zu weiteren Gedenkseiten zu Martin Rosenberg